Tschechien Carp Tour 2007
27.04.2007 - 01.05.2007

Der See, an den es diesmal ging, war ein Privatgewässer und wird nur von Freunden des tschechischen Inhabers beangelt. Die Organisatoren des Events waren Mike und dessen Freundin Birgit, die den Inhaber bereits seit vielen Jahren kennen und deshalb die Genehmigung zum Befischen bekommen. Neben einer Bestandsdichte an kapitalen Fischen, wovon wir an unseren hochfrequentierten Gewässer nur träumen können, bietet der See aber auch eine Landschaftliche Idylle umringt von Wald.

Volker2809

Hier die Story von Volker:

Bereits zum vierten Mal fuhr ich im April 2007 an den Lido, den Naturbadesee direkt in der Nähe von Marienbad in Tschechien. Diesmal bekam ich Unterstützung von Frank und Tilo, die ich schon im Vorfeld mit Berichten aus den vergangenen Jahren begeistern konnte.

Da der See nur wenige Male im Jahr beangelt wird und strenges Catch und Release gilt, finden sich entsprechend große Exemplare aller Gattungen an Fried- und Raubfischarten. Hechte über 1,30 Meter sind vorhanden, genauso wie Waller über 2 Meter. Der primäre Zielfisch für unser Event waren die Karpfen, von denen nachweislich Exemplare weit über 30 Pfund vorhanden sind.

Am Freitag erfolgte meine Anreise nach Marienbad. Gleich nach der Ankunft und Begrüßung der anderen 9 Angler folgte die übliche Prozedur: Boot nehmen, Ausloten und Futterplätze anlegen. Als Grundfutter diente eine Mischung aus Hartmais, Weizen, Tigernüssen und Hanf.

 Idyllische Landschaft
Landschaftliche Idylle

Ansitzstelle
Ansitzstelle

Bootsflotte
Bootsflotte

Mittlerweile stießen auch Franky und Tilo dazu und begannen auch mit dem Aufbau ihrer Ausrüstung. Dabei stellten wir mit Schrecken fest, dass das Zelt von Franky nach fünf Jahren ungenutzter lagerung im Keller nun eher einer Pilzzucht glich und definitiv nicht mehr ohne Atemschutzmaske bewohnbar war.

Zelt "Fungi"
Zelt "Fungi"

Also wurde eine Hütte am See bezogen, die zum Glück in einem gutem Zustand war.

Nach Abschluss der Vorbereitung sind wir erst mal nach Marienbad gefahren und haben uns im Restaurant "Bavaria" den legendären Bavariaspieß mit Lendenfilet, Knoblauchsoße und Farmer Kartoffeln gegönnt. Absolut vom Feinsten!

Danach dann an den See und die Montagen für die Nacht ausgelegt und auf die Bisse gewartet. Leider waren erstmal nur die Brassen im Fressrausch, was zu einigen Beifängen trotz Boilies führte.

 "Boiliebrasse"
"Boiliebrasse"

Am nächsten Morgen konnten wir dann einen weiteren Fangerfolge bei Frank verzeichnen: Einen 63er Hecht auf toten Köderfisch und einen kleineren Karpfen um die 9 Pfund.

63'iger Hecht auf Köfi
63'iger Hecht auf Köfi


9 Pfd. Schuppi

Der Tag war außergewöhnlich heiß für die Jahreszeit und durch die Windstille war erst mal Beißflaute angesagt. Gegen Mittag dann der erste Run auf meinem Bissanzeiger, der mich voll aus dem Mittagsschlaf im Zelt riss. Ein schöner 15-Pfünder Schuppi konnte nach einigen wilden Fluchten gelandet werden.

Frank und Tilo nutzten die Beißflaute an diesem Nachmittag zum Spinnfischen. Nach einigen Nachläufern konnte Frank dann einen schönen 73er Hecht landen.

Esox zur Mittagszeit
Esox zur Mittagszeit

Dicker 73'iger
Dicker 73'iger

Abends ging es erneut in Restaurant, um im Anschluss noch eine Rute mit Köderfisch und zwei Ruten auf Karpfen auszulegen. Mit Einzug der Dämmerung feierten wir mit Sambuca die Fangerfolge des Tages und beobachteten gespannt die vielen Angriffe auf unsere Raubfischmontagen. Drei Mal hatten wir an diesem Abend Runs auf die ausgelegten Köderfische, so dass uns jedes Mal der Atem stockte. Ein Karpfenrun ist auch nicht viel stärker. Leider führte jeder Anhieb ins Leere. Aber spannend war es allemal.

Am nächsten Morgen konnte Frank dann einen schönen Barsch mit 36 cm verhaften. Wir waren uns aber nicht sicher, ob Barsche am Vorabend tatsächlich diese Runs ausgelöst haben. Die in der Nacht waren heftiger, so das wir von Zandern ausgegangen sind. Nun ja, wir werden es nie genau wissen.

36'iger Barsch auf Köfi
36'iger Barsch auf Köfi

Die Kuriosität des Tages war ein Karpfenfang der besonderen Art:
Gemeinsam mit Frank hab ich eine Boiliemontage mit dem Boot in großer Entfernung vom Ufer ausgelegt. Dann noch ein paar Boilies und Pellets hintergeworfen und wieder zurückgefahren um die Rute im Rod Pod abzulegen. Als wir am Ufer ankamen konnte ich den losen Schnurbogen nicht aus der Rute bekommen und kurbelte immer mehr Schnur ein, bis ich merkte, dass bereits ein Karpfen den Boilie geschnappt hatte. Ein schöner 18 Pfund Spiegler konnte den Ananas-Boilies nicht widerstehen.

Karpfendrill
Karpfendrill

18 Pfünder
18 Pfünder

Team "AnanasBoilie"
Team "AnanasBoilie"

Der schnelle Biss motivierte uns noch zwei Montagen in diese Fangversprechende Ecke abzulegen. Und die Strategie ging auf: Noch am selben Nachmittag konnte ich einen weiteren Karpfen mit 19 Pfund überlisten. Der Drill war sehr spannend, da der Karpfen sich in meine Futterplatzbojen verwickelte und die Gefahr eines Abrisses bestand. So stiegen wir ins Boot und beendeten den Drill von dort aus.

Karpfendrill vom Boot
Karpfendrill vom Boot

Was sagt die Waage?
Was sagt die Waage?

Schuppi 19 Pfund
Schuppi 19 Pfund

Am Montag Morgen rannte dann bei Franky der Bissanzeiger wie verrückt los, Anhieb und schöner Drill. Was dann zum Vorschein kam überraschte uns alle: Ein wunderschöner 10 Pfund Koi-Karpfen. Die Farbenpracht war einmalig.

Koi, 10 Pfund
Koi, 10 Pfund

Und als wäre das noch nicht genug ging bereits wenige Minuten später der nächste Run auf Tilos Rute los. Auch hier saß der Anhieb und nach einem spannenden Drill konnte ein fetter Spiegler mit stattlichen 14 Pfund gelandet werden.


Tilo im Drill

14 pfündiger Kugel-Blitz
14 pfündiger Kugel-Blitz

Stolzer Fänger
Stolzer Fänger

Nach soviel Petri Heil musste sich Franky erst mal am Kescher austoben.

"Kescher Satisfaction"
"Kescher Satisfaction"

Am Nachmittag mussten sich Franky und Tilo leider schon verabschieden. Ich konnte noch bis Dienstag bleiben, hatte aber bis zur Abreise nur noch einen Karpfenrun, den ich jedoch nach kurzem Drill wieder verloren habe.

Das Endergebnis an den 4 Tagen: Es wurden über 60 Karpfen gefangen. Der größte hatte 21 Pfund. Die Durchschnittsgrößen lagen diesmal bei etwa 15 Pfund.

Carp-Team "L.A."
Carp-Team "L.A."

Die Truppe war wieder mal total nett und wir hatten jede Menge Spass. Ich bin mir sicher, dass wir uns wieder am Lido in Marienbad treffen werden!

Euer Volker

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