Leipziger Allerlei - Boddentour, die Erste!
21.10.2005 - 23.10.2005

"Wir sind schon eine chaotische Truppe, verabreden uns zum Angeln an unseren heimischen Gewässern und küren uns jedes mal zu Schneiderkönigen. Ja, dieses Jahr war für uns Leipziger Boardies bisher kein erfolgreiches Jahr im Bezug auf das Angeln. ABER das sollte sich ändern! Nach langer Planung einer Tour an die Rügischen Bodden war es nun soweit. Das Boddenevent vom 21.10. bis zum 23.10.05 war ins Sack und Tüten. Hier sollte sich alles ändern, wir waren heiß wie die Plättschnüre. In der Hoffnung auf spannende Drills und dicke Hechtlady's zogen wir zu siebend los, vor allem aber, um eine Menge Spaß unter verrückten Anglern zu haben!"

Hotspots

Hier der Bericht von Daniel:

Hallo Freunde des Spinnfischens,

am Freitag, 21.10.2005 war es soweit. Zu dritt starten wir bereits schon früh, um den Boddenhechten und Barschen das Fürchten zu lehren. Wir, das sind Dorschi, Franky aka Dr.ChaosAD und der Kurze. Das Wetter und die Tatsache, dass wir sehr gut durch kamen machte es möglich, schon am Freitag Nachmittag für ein paar Stunden auf den Bodden zu fahren. Unsere drei anderen Leipziger Mitstreiter, Rudi, Sammy und Basti sind erst am Abend nachgekommen.

Start nach Rügen
Abfahrt in Richtung Rügen

In Dranske angekommen, wartete schon Gerrit alias Murphy88 auf uns. Er hatte bereits eine Woche mit der Familie an der See verbracht und war nun auch schon ganz heiß darauf, den Hechten auf den Zahn zu fühlen.

Hecht-Hunting
Hecht-Hunting war angesagt

Conny vom Angelparadies Rügen in Dranske begrüßte uns mega nett und wies uns kurz in die Boote und das Angeln im Bodden ein. Wo könnte es klappen und vor allem worauf stehen die Hechte zur Zeit? Conny hatte natürlich die richtigen Antworten auf meine neugierigen Fragen, ist eben ein richtig netter Kerl ;-) !

Lektion in Köderführung durch Conny
Lektion in Köderführung durch Conny

Los ging’s, von Conny's Steg aus erstmal rechts in den Bodden rein! Nach zig Würfen mit Gummi und Wobblern hat mich irgend etwas dazu bewegt,  mal 'nen vierer Mepps an die Schnur zu hängen. Ich weiß auch nicht warum, aber die Idee war goldrichtig. Schon nach dem erstem Wurf hatte ich kurzen Kontakt. Beim zweiten Wurf gab es 'nen ordentlichen Ruck in der Rute! Der Drill war fantastisch.

Kurzer im Hechtdrill
Kurzer im Hechtdrill

Die "Hechtdame" war eine "Künstlerin der Luft" und bewies dieses mehrfach. Nach einer sauberen "Landung"  in unserem Boot konnten wir Maß nehmen. 88 cm!!!

 Kurzer mit 88'iger Esox-Dame
Kurzer mit 88'iger Esox-Dame

Nicht schlecht für den Anfang und dann noch auf 'nen Spinner ! Frank, unser Freund aus Halle war ein Meister der Landung mit dem Boga Power Grip! Erstklassig!!! Auch er hat noch einen sehr schön gezeichneten Barsch auf die Schuppen legen können!

Leider wurde es zu schnell dunkel und wir mussten die Heimreise antreten. Beim letzten Stop direkt vor Conny’s Einfahrt konnte Gerrit noch einen schönen 70’iger Hecht verhaften...ein sauberer Anfang!

Murphy's Hecht
Murphys Hecht

Am Abend trafen auch zeitgleich mit uns Rudi, Sammy und Basti in Schaprode (www.bodden-angeln.de), unserem zweiten Ausgangspunkt zum Boddenangeln ein. Bei einem schönem Bier und einem gutem Essen in der Gastätte „Keils“ konnten wir den dreien von unserem Erlebtem berichten! An dieser Stelle sei gesagt, dass der „Rostocker Kümmel“ mich 2 Tage beschäftig hat ;-) !

 Freitag Abend
Gemütliche Runde am Freitag

Nachdem wir in unserer Pansion ankamen wurde uns ein super Vortrag über Alaska vorgeführt. Frank hatte seinen Urlaub mit wunderschönen Fotos dokumentiert und uns wurde richtig warm ums Salmoherz.

Dorschi's Alaska Berichterstattung
Dorschi's Alaska Berichterstattung

Blinker Marke Schuhlöffel und Wok
Sehr fängig: die Blinker Marke Schuhlöffel und Wok

Am zweiten Tag schlug das Wetter um, dennoch begaben wir uns diesmal von Schaprode aus auf den Bodden! Die Gefahr viel zu spät erkannt, drehten wir um um in den heimatlichen Hafen zurückzukehren. Dieser Rückweg war das Gefährlichste was ich bisher erlebt hab. Die Wellen waren sehr hoch und kurz nacheinander. Oft schauten die Wellen direkt in unser Boot.

Ich konnte auch den Motor mehrmals schreien hören als sich die Schraube aus dem Wasser hob. Wir haben es dennoch geschafft und ich war heil froh meinen Kumpel und mich wieder heil nach Hause bekommen zu haben.

Katastrophenfahrt am Samstag
Katastrophenfahrt am Samstag

Zurück im sicheren Hafen
Zurück im sicheren Hafen

Die Stimmung im Basislager war am Boden. Bei diesem Wetter waren wir bezüglich des Boddenangelns vom Boot aus chancenlos. Nach Absprache mit dem Hafenmeister versuchten wir vom Ufer aus den Barschen auf die Schuppen zu rücken. Ihr könnt es mir glauben, ich habe meine gesamte Köderbox durchprobiert ohne den geringsten Barschkontakt zu haben. Etliche Nachläufer von ca. 10 -15 cm aber nichts wollte meine Köder.

In meiner absoluten Verzweiflung habe ich mich entschlossen einen kupferfarbenen Effzettblinker zu montieren, ehrlich gesagt war es mir schon total egal... plötzlich, noch beim Absinken des Blinkers, rumste es in der Rute und sofort nahm der Fisch Schnur von der Rolle. "Koooontaaakt", habe ich gebrüllt! Dorschi konnte es kaum glauben, nach ca. 10 min lag eine 90 cm lange „Hechtlady“ vor uns. Ein toller Fisch!

Kurzer mit 90 cm Hecht
Kurzer mit 90 cm Hecht

Mit diesem Erlebnis ging’s zurück in die "Basis" wo 5 eigentlich hochmotivierte Angler Trübsal geblasen haben. Aber dann gab es kein Halten mehr. Die Ruten wurden schnell montiert, 'ne Hand voll Köder geschnappt, die Boote klar gemacht und ab in den Hafen (der Hafenmeister hat es uns ausdrücklich erlaubt!)! Schon nach wenigen Würfen bog sich Franky's Rute enorm durch und der Drill begann..."das muss ein ganz Großer sein!"

"Meterware" vom Franky
"Meterware" vom Franky

Stramme Boddenhecht-Dame
Stramme Boddenhecht-Dame

Hechtdame vor dem Release
Hechtdame vor dem Release

Und tatsächlich! 1,02m war diese Schönheit lang und konnte auch nach einem kurzem Fotoshooting in Ihr Element zurückgesetzt werden. Auch Basti alias Leipziger21 konnte seinen ersten Hecht verbuchen. Kein Riese aber sehr schön gezeichnet und der einzigste Hecht auf Wobbler an diesem Tag!

Basti mit gewobbelten Hecht
Basti mit gewobbelten Hecht

Am Abend war es wieder soweit, ab zu "Keils" und was essen. Danach  waren dann alle ziemlich platt, einige sind auch gleich schlafen gegangen. Rudi hat dann mal seine Fliegenrute ausgepackt und schon kamen wir wieder in Schweiss. Fliegenschnur (ohne Haken) auf das Dach des Nachbarhäuschen ablegen war die Devise ;-) !

Zu Tisch bei "Keils"
Zu Tisch bei "Keils"

"Budenzauber"
"Budenzauber"

Flyfishing Training by Rudi
Flyfishing Training by Rudi

Am Sonntag sind wir dann wieder von Schaprode gestartet, wobei Gerrit und Franky nach Dranske aufbrachen. Wir fingen ein paar Barsche alle so gegen 20 – 25 cm, Basti und Sammy jeweils einen schönen Barsch um die 30 cm und Dorschi & Rudi noch jeweils 'nen 70iger Hecht, wobei Sammy noch nen kleinen Hecht verhaften konnte. Gerrit und Franky konnten noch insgesamt 3 Hechte landen. ALLE auf Effzettblinker bzw. zwei von Franky auf Wobbler! Alle auch um die 70cm+.

Murphys Sonntagshecht
Murphys Sonntagshecht

Sammy mit prächtigen Boddenbarsch
Sammy mit prächtigen Boddenbarsch

Franky mit "Zalt"-Hecht
Franky mit "Zalt"-Hecht

Leipziger21 mit Boddenbarsch
Leipziger21 mit Boddenbarsch

Es war ein fantastisches Angelwochenende von dem wir alle noch lange zehren werden. Ich freue mich schon auf's nächste Mal.

Viele Grüße & Petri Heil
Euer "Kurzer"

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